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Die Qualität eines Weines wird nach Farbe, Geruch und Geschmack eingeschätzt; präzise Kriterien fehlen. Die Fachausdrücke der Weinkenner sind bildhaft, aber nicht unbedingt verlässlich, z. B. bissig, blumig, elegant, fuchsig, kernig, nervig, rund, stahlig, süffig, vollmundig.

Die Lage des Wachstums und der Jahrgang sagen meist schon viel über die Güte eines Weines aus. Sie hängt aber auch von der Art der verwendeten Traubensorten ab.

Um die Qualität eines Weines festzustellen, prüft ihn der Weinkenner mit Auge, Nase, Zunge und Gaumen.

Aussehen: Der Wein muss ohne jede Trübung, klar und blank sein, schön in der Farbe, golden, hell, grünlichgelb, dunkelrot. Beim Schwenken im Glas soll der Wein an den berührten Stellen leicht ölige Spuren hinterlassen (Glyzerin-Alkohol).

Duft: Der Wein soll frei sein von Fass-, Gärungs- oder Schwefelgeruch (Böckser). Das Aroma soll duftig, blumig, würzig, bukettreich sein.

Geschmack: Der Geschmack verrät Fehler und Krankheiten des Weines, Essig- oder Milchsäurestich, Schimmel, Zähigkeit. Der Wein soll rund sein, d. h. Säure, Zucker, Gerbstoffe und Alkohol sollen ausgeglichen sein. Er muss gehaltvoll, kräftig, voll, weich (geringer Säuregehalt), aber nicht leer (Mangel an Säure oder Extraktstoffen) sein. Allgemein gebräuchliche Benennungen sind:

Für den Kohlensäuregehalt: ruhig, frisch, spritzig.
Für den Säuregehalt: mild, weich, kräftig, rassig, herb.
Für den Alkoholgehalt: leicht, mittel, schwer.
Für den Extraktgehalt: rund, voll, schmalzig.
Für den Duft: fruchtig, blumig, würzig, bukettreich.



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