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Gutedel - Rebsorte

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Die Herkunft der Sorte Gutedel ist umstritten. Eine Annahme geht dahin, sie habe ihre erste Verbreitung in Vorderasien gefunden und sei von dort durch Gesandte oder Mönche nach Burgund gebracht worden. Tatsächlich ist der Sortenname mit dem Burgunderdorf Chasselas identisch. Eine bekannte Variante ist der Chasselas rouge (roter Gutedel). Aus ihr mutierte möglicherweise die weiße Sorte.

In der Schweiz ist Gutedel in klösterlichen Urkunden als "Fendant" seit dem 15. Jahrhundert erwähnt. Die Rebsorte Gutedel wird auch häufig für Neuzüchtungen herangezogen, z. B. für die Sorten Charmont, Doral, Gutenborner, Huxelrebe, Müller-Thurgau, Nobling und Schönburger.

Auffallend an dieser Sorte sind die sehr langen, gegabelten Ranken. Die Trauben sind groß, mit gelbgrünen, durchsichtigen Beeren. Das Traubengewicht ist relativ hoch, so dass auch in ungünstigen Herbsten mit guten Erträgen gerechnet werden kann. Doch die Gutedelrebe ist empfindlicher in der Blüte und bei Frost.

In Deutschland wird Gutedel fast ausschließlich im badischen Markgräflerland angebaut.

Gutedelweine sind selten sehr ausdrucksstark. Daher haben Boden, Klima und Lage größeren Einfluss auf den Geschmack als sonst. Meist wird die Traube zu leichten, jung zu trinkenden, süffigen Weinen ausgebaut. Durch langsame Vergärung können aber auch ausdrucksstarke Weine hervorgebracht werden.

Gutedel eignet sich gut zur leichten Küche. Die Weine harmonieren mit Seefisch, leichten Käsesorten und Eier- und Nudelgerichten.


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