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Wein-Lagerung
In Fässern lagert der Wein während der Reifezeit, die sich nicht nur auf Monate, sondern auf Jahre erstrecken kann, bis der Wein seine höchste Güte erreicht hat. Weinfässer werden traditionell aus Eichenholz gebaut, wobei im Inneren alle Metall- oder Eisenteile vermieden werden. Auch werden die Fässer nur mit Firnis, nicht mit Lack oder Farbe gestrichen, da dadurch die Poren des Fasses geschlossen würden. Neue Fässer werden durch Beschicken mit minderem Wein erst "weingrün" gemacht, nachdem man vorher noch durch Behandlung mit heißem Wasserdampf die Gerbsäure des Holzes möglichst vermindert hat. Nach Entleerung müssen die Fässer gründlich mit Wasser gespült oder durch Abbrennen mit Schwefel keimfrei gemacht werden. Heute werden solche Fässer allerdings fast nur noch für die erlesensten Weine verwendet. Fertig ausgebauter Wein wird auf Flaschen abgezogen, wobei auf peinlichste Sauberkeit sowohl der Flaschen als auch der Geräte geachtet wird. Für die einzelnen Weinarten verwendet man verschiedene Flaschen. Das heißt, die Flaschenform und oft auch die Glasfarbe allein liefert schon eine Aussage über den Wein. Zum Beispiel werden für Rheinwein braune, für Moselwein grüne Flaschen, beide langgestreckt und schlegelförmig, verwendet. Für Rotwein werden dunkelgrüne oder braune Flaschen verwendet. Die Burgunderflasche ist bauchig mit längerem Hals und schlegelförmig, die Bordeauxflasche ist gedrungen mit kurzem Hals und tulpenförmig. Die Südweinflaschen zeigen nach oben eine kleine Verengung und haben einen langen Hals, besonders die Tokajerflaschen. Eine eigenartige Form haben die Bocksbeutel der Frankenweine. Die Flaschen werden so weit gefüllt, dass nach dem Verschluss nur ein geringer Luftraum verbleibt. Das Verkorken geschieht mittels Verschlussmaschinen, die den elastischen Kork zusammendrücken und ihn in den Flaschenhals so weit hineinpressen, dass er gleichmäßig mit dem Rand des Flaschenhalses abschneidet. Weinflaschen sollten liegend aufbewahrt werden, damit der Kork feucht bleibt. Bei stehender Lagerung kann sich auf dem Wein Kahm in Form von Häutchen bilden. Wein wird vorzugsweise im Keller aufbewahrt. Wein ist empfindlich und fremde Gerüche teilen sich gerne dem Wein mit. Vor allem darf nichts im Lagerraum sein, was in Gärung übergehen könnte, wie Essig, Sauerkraut, Kartoffeln oder Gemüse. Die Temperatur soll möglichst gleichbleibend sein. Für Weißwein ist die günstigste Lagertemperatur 7 bis 12 Grad, für Rotwein und Süßweine 12 bis 14 Grad. Gefriertemperaturen sind nicht nur wegen der Gefahr des Berstens der Flaschen gefährlich, sondern bringen auch eine ungünstige Veränderung des Weines. Zu hohe Temperaturen und zu große Feuchtigkeit fördern dagegen die Entwicklung von Bakterien und Schimmelpilzen. Zu trockene Lagerung begünstigt ein Verdunsten. |
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