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Pinot Noir (Blauburgunder) - Rebsorte
Sie zählt zu den besten Rebsorten der Welt, den so genannten Edelsorten. Wahrscheinlich von Mönchen aus
Vorderasien mitgebracht,
soll sie im Burgund schon im 4. Jahrhundert bekannt gewesen sein. Von den Zisterziensern soll sie im 14. Jahrhundert nach
Deutschland gebracht worden sein.
Charakteristisch für den daraus gekelterten Wein ist eine intensive, leuchtend rubinrote Farbe mit violetten Reflexen und ein
fruchtiges Beerenbukett. Die Farbe verwandelt sich mit dem Alter der Weine manchmal in Brauntöne.
Der Geschmack ist vollmundig, körperreich und harmonisch.
Das Aroma weist einen sortentypischen Ton nach zart-herben Bittermandeln auf.
Der heute nahezu auf der ganzen Welt verbreitete Pinot Noir war in seiner europäischen Heimat
Frankreich lange Zeit nicht geachtet. Man kelterte daraus sehr gerne Rosé, was auch heute noch an der Loire, im Schweizer
Kanton Neuenburg und im Elsass gebräuchlich ist. Erst im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Rebsorte als Basis für die ganz
großen Burgunderweine. Die berühmtesten, daraus gekelterten
Rotweine sind wohl die aus dem Burgunder-Gebiet Côte d'Or.
In der Champagne wird die Sorte weiß gekeltert und ist neben den beiden Sorten Pinot Meunier und
Chardonnay wichtigster Bestandteil feinster
Champagner. In Deutschland ist die Rebsorte besonders in den
Weinbaugebieten Ahr, Baden, Pfalz, Rheinhessen und Württemberg verbreitet.
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