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Weinfehler und WeinkrankheitenWeinfehler sind durch Fehler in der Gärung bedingt oder durch Berührung des Weines mit unzuträglichen Stoffen hervorgerufen. Die wichtigsten Weinfehler sind: Der weiße oder schwarze Bruch, ein Niederschlag im Wein, Eisenverbindungen, die sich durch Berührung des Weines mit Eisenteilen bilden. Durch Läuterung des Weines können die Verunreinigungen entfernt werden. Das Braunwerden ist eine Färbung der Extraktstoffe durch Einwirkung eines Enzyms bei Berührung mit Luft. Der Wein wird dann oft mit Eiweiß geschönt. Das Böcksern, wobei der Wein schwach nach faulen Eiern riecht (Schwefelwasserstoff), wird hervorgerufen durch unsachgemäßes Schwefeln der Fässer, vielleicht auch durch Bestäuben der Trauben mit Schwefel; auch die Hefe könnte solche Gase erzeugen. Fass- oder Korkgeschmack ist auf schlechtes Material und Unsauberkeit zurückzuführen. Schimmelgeschmack oder Modergeruch wird auf den Wein von unsauberen, schimmligen Fässern übertragen. Durch Schönen des Weines können diese Fehler ganz oder teilweise beseitigt werden. Weinkrankheiten werden durch Bakterien hervorgerufen. Am häufigsten treten auf: Essigstich macht den Wein völlig ungenießbar. Essigsaure Bakterien wandeln den Alkohol in Essigsäure um. Unsauberkeit, zu warme Lagerung und nicht völlig gefüllte Fässer begünstigen den Verderb. Buttersäurestich verleiht dem Wein ranzigen Geschmack. Die gleichen Umstände wie beim Essigstich begünstigen die Entwicklung der Buttersäurebakterien, besonders bei Wein, der nicht sehr alkoholreich ist, wenig Säure und unvergorenen Zucker hat. Zähewerden des Weines wird durch Schleimbakterien und Schleimhefen verursacht. Leichte, junge Weine werden gern davon befallen. Sie werden dann dickflüssig, schwierig und schleimig, besonders wenn sie zu früh auf Flaschen gezogen werden. Bitterwerden kommt bei Rotweinen vor, die lange Zeit auf Trestern gären. Schimmelpilze zerstören den Gerbstoff. Kahmig gewordener Wein zeigt auf der Oberfläche weißgraue Flecken, die Kahmhefe. Durch Schwefeln oder KP-Tabletten (Kaliumpyrosulfit) kann der Wein noch gerettet werden; die schwefelige Säure tötet die Hefepilze ab. Umschlagen der Weine wird durch Gärungserreger hervorgerufen und durch nochmaliges Nachgären bekämpft. Ein besonderer Schädling, der in der Vergangenheit schon ganze Weinberge vernichtet hat, ist die Reblaus. Bei der Reblaus handelt es sich um eine Blattlaus. Als Wurzelläuse saugen die ungeflügelten Weibchen an den feinen Wurzeln des Weinstocks und erzeugen hier Anschwellungen, die später faulen. Die Reben sterben bei Befall nach ein paar Jahren ab. Ein weiterer Schädling ist der Traubenwickler, ein sehr schädlicher Kleinschmetterling. Die Raupen der ersten Generation zerstören als "Heuwurm" die Blüten; die der zweiten Generation zerstören dann die Beeren des Weinstocks. Bei der so genannten Bordeauxbrühe handelt es sich um eine Spritzbrühe mit Kalkmilch und Kupfervitriol zur Bekämpfung von Krankheiten des Weinstocks. |
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