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Weinlese
Erst nach vier- bis sechsjähriger Mühe beginnt ein Weinberg ertragreich zu werden. Je nach Witterung findet dann von Ende September bis
Ende Oktober die Weinlese statt. Feuchte, kühle Sommer, tierische
Schädlinge und Pilzbefall können die Ernte und damit die
Arbeit eines ganzen Jahres vernichten. Je nach der zu erwartenden oder geernteten Traubenmenge spricht der
Winzer von einem viertel, halben oder ganzen Herbst.
Lässt man die Beeren über die Vollreife hinaus noch hängen, wird der Zuckergehalt
der Beeren, die sich nun nicht mehr weiter entwickeln,
aber Wasser durch Verdunstung ausscheiden, größer, der Säuregehalt durch "Ausatmen" geringer. Ein Edelfäulepilz setzt sich auf den
Beeren an, die Häute werden morsch, die Säure der Beeren wird abgebaut. Man spricht dann von "Überreife" oder "Edelfäule".
Diese Traubenqualität gibt teils sehr süße, teils sehr aromatische Weine (Trockenbeerenauslese, Spätlese).
Die Trauben werden von den Stöcken geschnitten, in Bottichen zu Traubenmühlen gebracht, wo man die Beeren nach Abtrennen von den
Stielen zu Maische zerquetscht.
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